2018

Samstag, 08. Dezember 2018, 17:00 Uhr

 

Weihnachtliches Chor-Orchesterkonzert

 

Georges Bizet: "Te Deum" sowie Werke von Haydn, Mozart, Berlioz, Händel, Czerny, Liszt.

 

Pfarrkirche Blut Christi / Gartenstadtkirche

1210 Wien, Galvanigasse 1 - 3

 


Sonntag, 16. September 2018, 09:30 Uhr

 

"Messe brève C-Dur no. 7 aux chapelles"

von Charles Gounod

 

Pfarrkirche Gartenstadt

1210 Wien

Galvanigasse 1 - 3


Samstag, 25. August 2018, 17:00 Uhr

 

Chorkonzert in Pinggau / Friedberg

"Messe brève C-Dur no. 7 aux chapelles"

von Charles Gounod

 

Wallfahrtskirche Maria Hasel


Mittwoch, 22. bis Sonntag, 26. August 2018

 

Chorseminar

 

Pinggau-Friedberg

Im Lande der Doppelkonsonanten:

 

Chorreise der Floridsdorfer Chorvereinigung Harmonie 1865 nach Pinggau im Wechselland.

 

Von Susanne Hofmann

 

Willkommen und Einstand

 

Ein gutes Jahr (Kann es schon wieder so lange her sein?) nach unserem ersten Chorseminar in Friedberg/Pinggau 2017 trafen erneut rund 40 Sängerinnen und Sänger und deren Anhang am Mittwoch, den 22.08.2018 (ein schönes Datum), beim Schwarzen Adler in Friedberg auf unseren bewährten "Liaisonofficer" Alfred Hönigschnabel, auch heuer wieder gewiefter Organisator, Troubleshooter und Stimmungsgarant (und für einige Eingeweihte Vermittler des geheimnisvollen Navy Seal TRE Zittertrainings). Schnell noch etwas Feintuning bei der Unterbringung und schon schwirrte man ab in die drei Gasthäuser, die heuer wieder Unterbringung und Verpflegung übernehmen würden:

 

Der Schwarze Adler in Friedberg: qualitätvolle regionale Küche, gepflegte Weine, fruchtige Eiskreationen und ein nährendes, gesundes Frühstück.

 

Notter neben der Kirche in Pinggau mit hemdsärmeligem Wirt und dem etwas raubeinigeren Charme einer Truckerkneipe komplett mit alles durchdringendem Odeur von Bier und Zigaretten im ganzen Haus, lief trotz etwas basic Frühstück zumindest zu Mittag zur Vollform auf.

 

Prenner in Pinggau der Kirche gegenüber, einst eine Gerberei aus den Sechzehnhundertern, jetzt ein ländlicher Einkehrgasthof (sic) mit blütenweißen Spitzenvorhängen, Zimmern wie Puppenstuben, Familienmemorabilia an den Wänden, und alten Tramdecken in der weißgedeckten Gaststube, mit köstlichem Topfenstriezel und flaumigen Briochekipferln zum Frühstück. Fein. (Ein Detail am Rande: Am Samstag war in der Pinggauer Wallfahrtskirche und dann im Haus Prenner eine Hochzeit mit Musi bis um Fünf - Motto: am Heimweg wird’s hell - und die junge Wirtin Bettina war trotz Festeinsatz und ein, zwei Runden Birne-nem und Zwetschkenem mit uns katerfrei und um Acht schon wieder auf den Beinen. Ein Profi!)

 

Beim freudigen Wiedersehen mit "unserem" Haus der Musik um 16.30 im Schulzentrum Pinggau wartete außer Alfred auch der Bürgermeister mit einer kurzen Willkommensrede auf. Nach einer ersten Probe blieb noch Zeit ein wenig zu spazieren oder sich häuslich einzurichten und dann auf zum Einstandsessen Mittwoch abends im Adler mit einem liebevoll gestalteten Abendmenü. Da kannten wir schon wieder jeden Winkel der Zwillingsgemeinden, mit ihren unvermittelt steilen Anstiegen, den malerischen Kirchen, den gepflegten alten und farbenfrohen neuen Häusern, den knorrigen Obstbäumen und dem Badesee mit artenreichem Schönungsteich und (laut Alfred) Trinkwasser-Qualität (wem das Seewasser nicht gar so behagte, konnte sich freilich beim exzellenten Buffet laben), und dazwischen die unvermeidlichen funktionellen Großbauten. Zwei moderne Gemeinden in trationsreichem Umfeld, mit eigener Bahnstation, und für die wirtschaftlichen Sachzwänge im Wechselland naturgemäße Verkehrslösungen, wie zum Beispiel ein Park und Ride System in Autobahnnähe. Somit: zu Fuß gehen dort nur die Gäste! Und doch: das Storchennest mitten an der Durchzugsstraße war wie im letzten Jahr bewohnt, und wie im letzten Jahr war es beim Nachhauseschlendern noch so sommerlich warm wie im Süden und es roch nach Kräutern und Blumen und vielleicht ein wenig "Landluft". Wir waren ange-kommen.

 

In Sonne und Wetter

 

Badespaß während der Mittagspause und im T-Shirt bis in die Nacht hinein draußen sitzen spielte es leider diesmal nur bis Freitag Mittag.

 

Beim Bier brauenden Biolandwirt namens Riebenbauer, vulgo Putz’n Bräu oben in Wiesenhöf (eine schwache halbe Stunde zu Fuß (steil!) bergauf und eine gute Viertelstunde wieder beim Mondenschein zurück) wurde am Donnerstag noch bei Sommerwetter im Hof unter freiem Himmel getafelt. Wegen der zuhause gebliebenen Steirischen wurde Christoph mit einer von Alfred vorsorglich geborgten Harmonika namens Müller ausgerüstet. Trotz kleinerer Dimensionen stand sie Christoph von Lied zu Lied fast genauso gut, sodass einige, zwar spontan müllertechnisch angepasste, Eigenkompositionen zu hören waren: welturaufgeführte Versionen, quasi, jetzt als Bootlegs auf vielen Handys und Videokameras teilbar. Beim Abstieg vom Putz‘n Bräu unter den Sternen zeigte der Mond aber schon einen deutlichen Hof. Keine Frage: das Wetter würde nicht bis Sonntag halten.

 

Freitag Mittag wurde der letzte Schwimm im Badesee etwas überstürzt beendet, da sich hinter Pinggaus plötzlichen Bergen eine tiefschwarze, blitzedurchzuckte Wolkenwand aufbaute, und tatsächlich ereilte uns in dieser Stunde noch der steirische Herbst, ein sommerlich heftiges Gewitter vorausschickend. Warm wurde es danach nicht mehr. Die von Alfred ausgerichtete und mit einigen bewährten Adlaten aus dem Chor gegrillmeisterte Party Freitag abends begann zwar auf dem kurzzeitig regenfreien Vorplatz, endete aber in den Gängen des Hauses der Musik, die, als der Regen wieder einsetzte, in Windeseile gemeinschäftlich zur Partyzone umfunktioniert wurden. Anstatt musikalischen Darbietungen zu lauschen saß man heuer kosig warm und dicht an dicht im Trockenen und unterhielt sich einfach angeregt miteinander bei Bier und Barbecue (Stichwort Chorkommunikation). Auch die spritzige Jugend der Pinggauer Marktmusik war netter Weise wieder da, diesmal einfach nur zum Plaudern und (hoffentlich) Networken.

 

Am Samstag Abend lehnten sich die Wolken in die Bergfalten und beim Aufstieg zum Ausklang beim Putz‘n Bräu hob sich der Dunst aus den silbrig schimmernden Wiesen und Feldern. Zum Nachhausewandern hielt sich der Regen kurz zurück, doch die Nacht hindurch trommelte er lauschig auf Vordächer und Fensterbretter und erleichterte uns vielleicht ein bisschen den Abschied am Sonntag.

 

Probenprogramm komprimiert

 

Am Mittwoch, dem ersten Abend, wurde spontan eine Probe angesetzt und nach dem Einsingen schon einmal die durch die Sommerpause entstandenen Knitter aus Gounods Messe Breve herausgebügelt, im Hinblick auf die Abendmesse am Samstag. Am Donnerstag Liszt, Gounod, Mozart, und Bizets Te Deum, dessen Fuge "Fiat misericordia tua" in Männer- und Frauenstimmen getrennt geprobt wurde.

 

Am Freitag ging es erneut für die Männer mit Bizet ins Séparée, und auch Liszt, Berlioz und Händel wurden behandelt.

 

Am Samstag lag nach einem Durchgang Händel dann der Fokus auf Gounod und Liszt. Lobenswerter Weise waren für die Abendmesse noch einige Choristi zur Verstärkung extra angereist. Das Seminar verdiente durchaus diesen Namen. So manche sinnierten irgendwann einmal darüber nach, wie viele Chorproben wohl in das Programm beim Seminar "hineingehen" würden. Umrechnen kann man das wohl nicht, aber einfach nur schlicht zum Vergleich, bei einer Einstandsprobe und fünf Halbtagen zu je drei Stunden müssten das leicht acht Probenwochen in der Galvanigasse sein. Das gibt zu denken und ebnet den Weg für ein Tages-seminar im November.

 

Abendmesse und Ausklang

Nach der Stellprobe um 16.30 versammelten sich am Samstag eine mittelgroße Gruppe Pilger und andere Messebesucher inklusive Freunde des Chors um 17.30 in der noch hochzeitlich geschmückten Wallfahrtskirche Maria Hasel. Der indische Geistliche (selbst ein ambitionierter Sänger, wie es schien), der die Messe las, hatte kaum die ersten Worte gesprochen, schon nahm der Chor mit Gounods Messe Brève die Sache in die Hand. Nach einem besinnlichen Zusammenwirken von Wort und Musik (auch einige jugendliche Pilger, noch in ihren bunten Wanderoutfits, lasen Fürbitten) gab sich Pfarrer Christoph Grabner bei den Verlautbarungen nach der Messe etwas verhalten: diese Woche die Floridsdorfer, nächste Woche ein Kärntner Männerchor, ein indischer Pfarrer, Pinggau sei schon irgendwie international. Als Zuhörer schlich sich dabei ein bisschen das Gefühl ein, dass soviel hippes internationales Kirchenleben dem guten Pfarrer fast ein wenig zu sehr auf der Entertainment-Schiene daherkommt. Da wirkte er schon etwas wohlwollend verdutzt und so als kratzte er sich innerlich ob dieser Umtriebigkeit leicht verwundert am Kopf. Und doch ließ er es sich nicht nehmen und war am Samstag zuerst bei unserem Ausklang beim Riebenbauer mit dabei, und dann auch noch bei der Hochzeitsgesellschaft im Prenner zugegen.

 

Michael, nach Gewöhnungsphase an die ihm nicht ganz geläufige Orgel, spielte sich hinterher noch ausgiebig weg. Mit dem Gruppenfoto vor dem Altar c/o Heinz galt dann das Seminar schließlich als beendet und die ersten Teilnehmer verab-schiedeten sich noch vor dem Ausklang.

 

Beim extra für uns geöffneten Putz’n’Bräu oben saß man diesmal entspannt in der gemütlichen Stube bei warmem Buffet, Hirschbirnschnaps und Bier aus der riebenbauerschen Brauerei. Als Mitbringsel gab es hauseigenes Brot und frische Koteletts günstig zu erwerben. Der würdige Abschluss: noch eine Runde mit Christoph Huber an der Müller. Legendär.

 

Und nun noch ganz ernsthaft und ohne launige Sprachspielerei, und so soll das jetzt auch zum Schluss hier verstanden werden: bei aller Geselligkeit und auch wenn oft der Schmäh rennt: die Gounod Messe mit ihrem innigen Andante (Domine Fili Unigenite) und Moderato (Agnus Dei) für Tenor und Bass von Christoph und Michael und Liszts schlichtes "Ave Maria" hatten ihre Gänsehautmomente. Die Abendmesse war ein erster Kulminationspunkt der kollektiven Bemühung durch ein vertrauensvolles Umsetzen von Chorleiter Christophs Unterweisungen an sein gestalterisches Konzept für das Weihnachtskonzert so nahe wie nur möglich heranzukommen. In aller Bescheidenheit, weil, wie er es mitunter sagt, auch oder besonders dann, wenn er nicht völlig zufrieden ist, weil wir es können.

 

Gratia plena in Pinggau im Wechselland.


Freitag, 3. August 2018, ab 18:00 Uhr

 

Traditioneller Chor-Heuriger

 

Presshaus in Stammersdorf


Dienstag, 26. Juni 2018, 17:30 - 22:00 Uhr

 

"Ausklangsfeier"

 

Pfarrgarten Gartenstadt


Sonntag, 27. Mai 2018, 19:00 Uhr

 

Chorkonzert im Rahmen "Festival der Bezirke"

 

Veranstaltungszentrum Floridsdorf

(früher: Haus der Begegnung)

1210 Wien, Angererstraße 14

Und hier eine kleine Nachlese in Bildern!

(Dank an Martin Hickl für die Fotos!)


Abgehaltene Proben 2017/18:

August: 31.

September: 07., 14., 21., 28.

Oktober: 05., 12., 19., 26.,

November: 02., 09., 11., 16., 23., 30.

Dezember: 07. (Generalprobe), 14.

Jänner: 11., 18., 25.

Februar: 01., 08. (mit Jahreshauptversammlung), 15., 22.

März: 01., 08., 15., 22.

April: 05., 12., 18. (Mi), 24. (Di), 26.

Mai: 03., 05. (Sa), 10., 12. (Sa), 17., 24., 31.

Juni: 07., 14., 21.